Projekt

Internationales Education-Projekt der Berliner Philharmoniker
Requiem auf ein gestorbenes Kind

Dem kurzen Leben eines mit 19 Jahren tödlich verunglückten Kindes ein musikalisches Denkmal zu setzen, ein Requiem, das die Trauer würdig begleitet, aber gleichzeitig das Leben feiert – welch gewaltige Herausforderung. Der britische Komponist Jonathan Dove hat diese Herkules-Aufgabe vor knapp zehn Jahren im engen Austausch mit der Mutter des toten Jugendlichen auf bemerkenswert eindringliche Weise gelöst. Peter Gortner, neuer Kantor an der Christuskirche Karlsruhe, hatte dem Werk im Rahmen seines Einführungskonzerts im November 2018 als deutsche Erstaufführung ein spektakulär großartiges Podium bereitet. Und brachte im Nachklang seinen mehr als 70 Stimmen starken Jugendchor „Cantus Juvenum“ am 12. Mai 2019 auch bei der international bestückten Wiederaufführung des Werks in der ausverkauften Berliner Philharmonie ein. Simon Halsey, Chordirektor und Dozent in Birmingham, über Simon Rattle und seiner zeitweisen Tätigkeit als Leiter des Berliner Rundfunkchors Berlin eng mit der Musikszene der Bundeshauptstadt verbandelt, präsentierte die bewegende Totenmesse als europäisches Jugendprojekt innerhalb der ambitionierten Reihe der „Education-Projekte“ der Berliner Philharmoniker. Eingeladen zur Mitwirkung waren neben den Karlsruhern Jugendchöre aus Rom, Barcelona Gloucester und Heidelberg, außerdem der Universitätschor Dresden. Sie besetzten gemeinsam mit dem Kern-Ensemble „Stimmhelden“, das Simon Halsey im Auftrag des Education-Projekts der Berliner Philharmoniker leitet, den großen Chor – rund 400 Stimmen – und den Kinderchor mit etwa 100 Stimmen. Mit den Solisten Kate Royal, Sopran, und Toby Spence, Tenor, musizierte außerdem ein üppig besetztes Orchester aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, Stipendiaten der Herbert-von Karajan-Stiftung und Gästen. ..

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