Wie verschiedene Stimmen zu einem gemeinsamen Klang werden

Von Lukas Bauer

Die Diskussion um das neue Evangelische Gesangbuch (EG) wird engagiert geführt. Das ist notwendig und entspricht der Bedeutung eines Produktes, das über Jahrzehnte hinweg das geistliche Leben der evangelischen Kirche prägen wird. Ein Gesangbuch ist niemals nur eine Sammlung von Liedern. Es ist ein Zeugnis der theologischen, hymnologischen und liturgischen Vielfalt der Kirche, die es herausgibt.


Warum Empirie der Kirche guttut
Die Intensität der aktuellen Debatte wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie trifft Kirche heute verantwortliche Entscheidungen? Reichen persönliche Erfahrungen und individuelle fachliche Plausibilitäten allein aus – oder gewinnt kirchliches Handeln dort an Qualität, wo diese mit empirisch erhobenen Daten aus der Gemeindepraxis ins Gespräch gebracht werden?

Die Erprobungsphase des neuen Evangelischen Gesangbuchs gibt darauf eine bemerkenswerte Antwort: Empirische Erkenntnisse aus der Breite der Gemeinden ersetzen fachliche Expertise nicht, sie sind jedoch unverzichtbar, um unterschiedliche fachliche Perspektiven angemessen einzuordnen und kirchliche Entscheidungen auf eine belastbare Grundlage zu stellen…

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